Soll ich mir den Luxus leisten einen Blog zu betreiben – ich zweifle noch. Pure Zeitverschwendung möchte man meinen und so musste ich schmunzeln, als ich vor einigen Tagen folgendes Zitat gelsen habe:

Das größte Problem in der Geschichte der Menschheit ist, dass die Leute, die die Wahrheit kennen, den Mund nicht aufmachen, und diejenigen, die von Nichts eine Ahnung haben, bekommt man einfach nicht zum Schweigen.

Quelle: Dieter Hallervorden, 2014

Ich bin jetzt nicht der Größte Hallervorden Fan, aber – er hat Recht. Nur wer weiß schon zu welcher der beiden Gruppen ich gehöre 😉
Findet es heraus.

Die hier veröffentlichten Tutorials werden für den ein oder anderen etwas „Oldschool“ anumuten. Gerade in Zeiten von Google Cloud Plattform, Amazon Webservices und Microsoft Azure darf sicherlich hinterfragt werden, warum ein weiterer Blog die Basics der Serveradministration beleuchtet, statt sich den aufregenden Möglichkeiten der Cloud-Anbieter zu vergnügen – ganz einfach serverless. Und um es kurz zu sagen: Der Einstieg fällt mir leichter und wer weiß schon, wo uns das hin führt….
In den letzten Jahren habe ich mich mit vielen Open-Source Projekten und Produkten beschäftigt, diese stets in (m)einer kontrollierten Umgebung aufgesetzt und muss sagen, dass ich ein großer Fan von Open-Source geworden bin, auch wenn es in vielen Projekten sicher noch Luft nach oben gibt. (Ok, ich selbst bin in den letzten Jahren zu passiv geblieben und sollte mich deshalb mit Kritik zurück halten.)
Allerdings ist mir aufgefallen, dass viele der Tutorials, die mir als Grundlage dienten, sehr oberflächlich oder fehlerbehaftet waren. Z.T. viel es mir schwer zum gewünschten Ergebnis zu kommen oder für mich entscheidende Fragestellungen wurden nicht behandelt oder sollten ausgespart bleiben(?). Selbst in Zeiten von Stackoverflow hat es manchmal (zu) lange gedauert, die entscheidenen Details zu recherchieren.
Mein oberstes Ziel ist es daher die Reproduzierbarkeit dessen, was ich in meinem Blog von mir gebe. (Sofern es sich um Tutorials handelt!) Es gibt heute einige vielversprechende Möglichkeiten, um die vom mir gewünschte Reproduzierbarkeit hinzubekommen, so sollte man meinen.
Manche einfacher, manche komplizierter und bei manchen hatte ich einfach noch nicht die Zeit, mich mit Ihnen zu beschäftigen.

In der Rubrik Basics werde ich auf virtuelle Server zurück greifen, die ich mit Hilfe von Ansible administriere um so möglichst zu dem stets gleichen Ergebnis zu kommen. Ich habe mich lange gegen Ansible gewehrt und dachte durch den Einstieg in Docker und Kubernetes diesen Schritt überspringen zu können, nur um nun doch noch begeisterter Anwender geworden zu sein. Allerdings steckt auch beim Einsatz von Ansible der Teufel häufig im Detail und der Weg zur Reproduzierbarkeit kann auch hier ein steiniger Weg sein. Gelegentlich überrascht mich Ansible immernoch …
Für die virtuellen Maschinen verwende ich gerne Ubuntu oder Debian, bei Docker-Containern können es auch schon mal Distributionen mit kleinerem Fußabdruck, z.B. Alpine sein. Ich habe aktuell nicht den Anspruch, dass meine Playbooks auf mehreren Linux-Distrubution laufen. Viele meiner Installationen, sei es auf Bare-Metal, virtuellen Servern, Kubernetes oder Docker Swarm habe ich für mich in Kurzform dokumentiert, ohne meine Erkenntnisse sinnvoll zu nutzen. Sozususagen „just for fun“ oder anders ausgedrückt um die Technik zu verstehen. Doch das möchte ich ändern. Nach und nach werde ich einige Einsteigertutorials veröffentlichen.
Grundsätzlich sollte es natürlich keine Rolle spielen, auf welchen Servern die Playbooks ausgeführt werden. Aus eigener Erfahrung beim Aufsetzen der gleichen Virtualisierungsplattform (VP) auf dedicated Servern verschiedner Anbieter mit mutmaßlich gleicher Konfiguration der VP weiß ich jedoch, dass sich von außen nicht immer alle notwendigen Systemdetails erkennen lassen.
Um unerwartet Ergebnisse zu vermeiden und ggf. Hilfestellung leisten zu können versuche ich daher bei meinen Tutorials auf die jeweils verwendete Hardware und den Anbieter hinzuweisen. Das mache ich nicht, um für den Anbieter Werbung zu machen. (Nein, ich werde leider nicht gesponsert), sondern einfach nur um Euch die Chance zu geben schnell zum gleichen Ergebnis zu kommen.

Mein zentrales, bereits erwähntes Problem dürfte vielen bekannt sein: Zeit.

Daher weiß ich nicht, wie schnell und wie strukturiert ich hier voran komme. Ich bin vielseitig an Themen der Digitalisierung, nicht nur an Technik und Softwareprodukten interessiert und zum Teil verwundert wie wenig nutzbringend viele Möglichkeiten verschenkt werden. Vielleicht gelingt es mir die richtigen Blöcke aus meinem Know-How zu extrahieren um technikinterssierten einen niederschwelligen Einstieg in eine Welt faszienierender Möglichkeiten zu erleichtern, sie zu motivieren und sich intensiver mit Serveradministration, Programmierung, Digitalisierung, usw. auseinander zu setzen.

Sofern ich die Motivation und Zeit finde kann es passieren, dass ich neben technischen Posts auch zu politischen Themen Stellung beziehe. Hierbei sei vorweg schon mal erwähnt, dass es sich bei allen Beiträgen um meine Meinung handelt. Dies ist mein privater Blog.

Ihr müsst nicht mit meiner Meinung übereinstimmen, aber ihr solltet sie respektieren.
Wenn euch meine Inhalte, Ansätze oder Einstellungen gefallen – gut, wenn nicht – surft einfach weiter!